Jede 8. und 12. Klasse erarbeitet mit dafür qualifizierten Lehrern ein sogenanntes Klassenspiel. Im Laufe ihrer zwölfjährigen Ausbildung sehen die Schülerinnen und Schüler daher mindestens 18 anspruchsvolle Stücke aus der klassischen und modernen Theaterliteratur.
Die im Schulleben etablierten, in festlichem Rahmen stattfindenden Aufführungen, beeinflussen Vorstellungskraft und Phantasie der Schüler in positiver Weise. Jeder Schauspieler, auch ein Laie oder Amateur, ist Spieler und Instrument in einer Person. Alltägliche Verrichtungen wie Stehen, Sitzen, Gehen, alle Gebärden sowie das Sprechen werden auf der Bühne zu einer neuen Erfahrung, erscheinen in einem neuen Licht, werden bewusster. Die verschiedenen Charaktere der Rollen, die durchlebte Tragik oder Komik einer dramatischen Situation, schärfen den Blick für die Vielschichtigkeit des "Rätsels Mensch". Die Überwindung des Lampenfiebers, die große Mutprobe, vor dem Publikum zu bestehen, es vielleicht für einige Zeit zu verzaubern, ist ein beglückende Erfahrung. Durch das Training der persönlichen Ausdruckskraft der eigenen Stimme, Gestik, Mimik und Körpersprache, die einer Rolle zum Leben verhelfen, wird auch das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler nachhaltig gestärkt. Eine Aufführung ist nicht zuletzt ein großartiges Gemeinschaftserlebnis. Jeder Auf- und Abtritt der Spieler, jeder Handgriff der Beleuchter, Requisiteure, Kostüm- und Bühnenbildner muss zuverlässig im richtigen Augenblick einsetzen um zum Gelingen beizutragen. In all diesen Bereichen werden die Schüler zu größtmöglicher Selbständigkeit angehalten. Doch vor allem gilt: Theaterspielen begeistert und erfüllt mit Lebensfreude. Homepage RSS Hamburg-Harburg
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