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Wie kann man sich an ein solches Fach heranwagen, das doch sicherlich größere Sachkenntnis voraussetzt? Auch hier kann man nur mit Hilfe einer phänomenologischen Betrachtungsweise einen sinnvollen Ansatz für diese Altersstufe finden. "Licht und Finsternis" war bereits ein wichtiges Motiv in der vorigen Betrachtung. Geht man mit diesem Schlüssel in der Gesteinswelt auf die Suche, so entdeckt man, dass im Granit, dem Urgestein der Erde, Dreierlei zu finden ist, was in einem bekannten Reim, nach dem meine Klasse von einem Geologen im Mineralischen Museum bei einer Führung am Ende der Epoche sofort gefragt wurde, folgendermaßen lautet: "Feldspat, Quarz und Glimmer Die vergess' ich nimmer. Diese Urdreiheit besteht aus einer sehr lichten Substanz, dem Quarz, aus einem sehr finsteren Stoff, dem Glimmer, und schließlich aus den so verschieden farbigen Anteilen des Feldspats - zwischen dem Gegensatz von Licht und Finsternis die Farben! Die Kinder lernen nun verschiedene Granite kennen, erfahren, wo diese Gesteine überall zu finden sind und woran man die Gebirge schon von weitem erkennen kann. Das alles wird für sie aber noch interessanter, wenn man als Gegensatz den Kalk mit seinen verschiedenen Arten betrachtet und vergleicht. Eine recht unterschiedliche Sprache "sprechen" diese beiden Gesteinsarten: der Granit ist körnig, rund, abgeschliffen, in Brocken lagernd, das Tiefengestein der Erde, der Kalk dagegen ist auswaschbar mit spitzen, scharfkantigen Formen, steil aufragend, Höhlen bildend, vor allem an der Erdoberfläche zu finden und stammt von kalkhaltigen Tieren ab. Durch solches Gegenüberstellen von Phänomenen kommt während der Darstellung Spannung auf, und zugleich werden die Schüler dazu angeregt, mit ihren erwachenden kausalen Denkkräften die Gegensätze selbst zu entdecken und in Worte zu kleiden. Auch in diesem Fach gibt es inzwischen sehr nützliche Anregungen, wie man in dieser Epoche methodisch vorgehen und sich als Lehrer genügend kundig machen kann, über das Dargestellte hinaus den rechten Zugang zu der eindrucksvollen Welt der Gesteine zu finden. Auf die Methode kommt es an - sowohl beim Sich-Vertiefen in diesen Unterrichtsstoff als auch beim Unterrichten. Helmut Eller, Hamburg
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